Die private Krankenversicherung
16. Januar 2008 – 18:53Angesichts der immer weiter sinkenden Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen denken immer mehr Menschen darüber nach, ihre gesetzliche Krankenkasse zu kündigen und sich lieber selber in einer privaten Krankenversicherung zu versichern.
Die in aller Regel wesentlich besseren Leistungen der privaten Krankenversicherungen machen diesen Schritt zu einer lohnenden Überlegung - allerdings nicht für jeden. Nicht jeder Mensch kann nämlich so ohne weiteres, die gesetzliche Krankenversicherung verlassen und sich privat absichern.
Wer hat die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen?
Grundsätzlich ist es so, dass die private Krankenversicherung speziell für Selbständige und Freiberufler gegründet wurde. Irgendwann wurde aber beschlossen, dass auch Angestellte sich aus der gesetzlichen Kasse befreien lassen können - ihr Einkommen muss dafür allerdings über der so genannten Versicherungspflichtgrenze liegen.
Die Versicherungspflichtgrenze ist eine Grenze, die jedes Jahr aufs Neue anhand eines mathematischen Modells, das unter anderem die Inflation berücksichtigt, neu berechnet. Die Versicherungspflichtgrenze hatte dabei in 2006 eine Höhe von 3.937,50 Euro Bruttolohn, in 2007 waren es 3.975,00 Euro und in 2008 sind es 4.012,50 Euro.
Um aber kurzfristige Gehaltssteigerungen nicht gleich nutzen zu können um einen Befreiungsantrag zu stellen, muss die Versicherungspflichtgrenze in den letzten drei Jahre dauerhaft überschritten worden sein - nur dann ist es möglich, der gesetzlichen Krankenkasse den Rücken zu kehren.
Die Leistungen
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Leistungen, die ein Privatpatient erhält, in aller Regel besser sind als jene, die einem Kassenpatienten zustehen.
In der gesetzlichen Kasse wurden in den vergangenen Jahren beständig mehr Leistungen gestrichen und gekürzt, in der privaten Krankenversicherung gibt es solche Vorgehensweisen nicht. Hier sichert ein jeder sich in dem Tarif ab, der ihm am meisten zusagt. Welche Leistungen man versichert wissen möchte, ist also eine Frage des individuellen Geschmacks und des Geldbeutels und nicht der Willkür der Kasse unterworfen.
Grundsätzlich ist es so, dass sich die Beiträge einer privaten Krankenversicherung also, genau wie bei allen anderen Versicherungen auch, an der Leistung orientieren und nicht am Einkommen der versicherten Person. Beitragssätze, wie bei den gesetzlichen Kassen, gibt es hier also nicht.
Im Internet finden sich mehrere Anbieter, die kostenlos einen Krankenversicherungsvergleich vornehmen.